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Wissenswertes über Diamanten
Farbige Diamanten - Fancy Diamonds
Farbige Diamanten Fancys
>>
Kanariengelb: Für die Gelbtöne ist Stickstoff verantwortlich. Je größer der Stickstoffgehalt, desto intensiver der Gelb- oder auch
Grünton. Der berühmteste und wahrscheinlich größte gelbe Diamant ist der Tiffany von 128,51 Carat, sein Rohgewicht betrug 287,42 Carat.
Gelb ist nach weiß und zusammen mit braun die häufigste Farbe von Diamanten. Ein weiter berühmter gelber Diamant ist der Jubilee.
Braun: Für die Brauntöne sind Defekte im Kristallgitter verantwortlich. Der größte braune geschliffene Diamant ist der Earth Star mit
111,6 Carat. Der größte je gefundene braune Diamant ist wahrscheinlich der Lesotho mit 601 Carat.
Blau: Das Element Bor ist für die
blaue Färbung von Diamanten verantwortlich. Der größte und berühmteste blaue Diamant ist der angeblich verfluchte Hope Diamant, welcher
ungeschliffen 112,5 Carat wog und in geschliffenem Zustand heute 45,52 Carat wiegt. Größer sind aber die Sterne Mithras, ungeschliffen
wogen sie je 145 Carat, wie viel sie heute wiegen, weiß man nicht, da sie sich in einer Privatsammlung befinden und der Besitzer keine
Auskünfte darüber geben mag. Benannt sind sie nach der persischen Gottheit Mithras. Es sind insgesamt drei Diamanten, welche absolut
identisch sind. Blaue Diamanten sind sehr selten, doch häufiger als grün oder rot.
Grün: Der bekannteste und vielleicht auch größte
Diamant dieser Farbe ist der Dresdner grüne Diamant mit einem Gewicht von 41,0 Carat (ungeschliffen 119,5 Karat) (ausgestellt im grünen
Gewölbe). Grüne Diamanten sind sehr selten. Die grüne Farbe kann von Strahlungsdefekten verursacht werden.
Rot: Vermutlich sind Kristalldefekte
verantwortlich für diese Färbung. Der größte je gefundene rote Diamant ist der Red Diamond mit einem Rohgewicht von 35 Carat. Der
größte geschliffene Diamant ist der ebenfalls australische Red Shield mit 5,11 Carat. Reine rote Diamanten sind die seltensten unter
allen Diamanten. 90 Prozent der roten Diamanten stammen von der Argyle Mine in Australien. Von den purpurnen Diamanten existieren
nur zehn Exemplare, wovon der größte 3 Carat wiegt. Alle kamen ebenfalls aus der Argyle Mine. Rote Diamanten sind die teuersten aller
Diamanten.
Pink oder Rosa: Oft werden pinkfarbene Diamanten zu den roten Diamanten gezählt. Auch hier sind Kristallunreinheiten für
die Farbe verantwortlich. Der größte Rohdiamant ist der Darya-I-Nur mit einem Gewicht von 285 Carat, der größte geschliffene Diamant
der Steinmetz Pink mit 59,6 Carat. Von den 66 größten Diamanten ist nur einer rosa gefärbt.
Schwarz: Es gibt auch schwarze Diamanten,
die sich in früheren Zeiten größter Beliebtheit erfreuten, wie der 67,50 karätige Black Orlov zeigt, der einst der russischen Prinzessin
Nadia Vygin-Orlov gehörte. Schwarzen Diamanten erhalten ihre Färbung durch eine Vielzahl kleiner schwarzer Einschlüsse, meist in Form
von Graphit und sind äußerst schwer zu schleifen und zu polieren.
Der Name Fancy Diamonds (englisch fancy „schick“), auch kurz Fancys genannt, bezeichnet farbige Diamanten. Zwar sind die meisten Diamanten farbig, viele sind jedoch unattraktiv; so kann die Eigenfarbe des Diamanten von allen Tönungen im Bereich Grau, Gelb, Grün, Braun dominiert werden; gelegentlich wechselt sie auch innerhalb eines Steines. Reine intensive Farben sind selten und wertvoll; entsprechend bessere Preise werden dafür bezahlt, die zum Teil beträchtlich über dem Standard für farblose Diamanten liegen können. Statistisch gesehen ist bei 100.000 Diamanten durchschnittlich nur ein „Fancy“-Diamant dabei. Gelb- und Brauntöne, die mehr als 80 Prozent aller farbigen Diamanten ausmachen, sind im engeren Sinne keine Fancys. Kanariengelb oder Cognac-goldbraun sind hingegen Fancy-Farben.
Ein Diamant kann durch radioaktive Bestrahlung seine Farbe verändern. Nach einer künstlichen Bestrahlung folgt oft eine Temperaturbehandlung, die die Farbe ebenfalls beeinflusst. Bei künstlich bestrahlten Diamanten muss die Farbbehandlung im Zertifikat angegeben werden, da sie deutlich geringwertiger sind.
Die Farbbezeichnungen werden zu Verkaufszwecken gewählt: Goldorange, Lemon, Schoko, Noir/Black, Electric-Blue. Die erste große Fancy-Quelle wurde 1867 in Südafrika gefunden. Seit den 1980ern ist die Argyle Mine in Australien die wichtigste Fundstätte für pinkfarbene bis rote Fancy-Diamanten.
Man unterscheidet sieben Fancy-Farben, neben denen noch viele weitere Zwischenfarben wie zum Beispiel Gold, Grau oder Gelbgrün existieren. Für die Färbung ist je ein anderer Stoff verantwortlich: